Der Vielvölkerstaat Jugoslawien ist im Zuge des blutigsten Konflikts,
den Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt hat, in den 1990er Jahren zerbrochen. Seither
befindet sich Ex-Jugoslawien im Brennpunkt der weltpolitischen Aufmerksamkeit. Während viele Länder
Südost- und Ostmitteleuropas an der Schwelle zur Europäischen Union stehen, bleiben die Perspektiven
des westlichen Balkan aufgrund latenter Konfliktherde und ungelöster Fragen ungewiss. Die Schweizerische
Osteuropabibliothek und das Polit-Forum im Käfigturm laden zu einer Vortragsreihe ein über die historischen
Hintergründe, die Gegenwart und die Entwicklungsaussichten dieser europäischen Problemregion.
Dienstag,
25. November 2003
Freundschaft und Feindschaft auf dem Balkan
Prof.
Dr. Karl Kaser, Professor für südosteuropäische Geschichte der Universität Graz, Direktor des Center
for the Study of Balkan Societies and Cultures
Dienstag,
9. Dezember 2003
Jugoslawien - vom Traum der Südslawen zum Alptraum Europas
Prof.
Dr. Nada Boskovska Leimgruber, Professorin für osteuropäische Geschichte an der Universität Zürich
Dienstag,
13. Januar 2004
Das Trauma des Jugoslawienkriegs und dessen "Bewältigung"durch die Nachkriegsgesellschaften
Dr.
Cyrill Stieger, Auslandredaktor
NZZ
Dienstag,
27. Januar 2004
Bosnien und Herzegowina: Perspektiven eines umstrittenen
Staates
Dr. Derek Müller, Osteuropahistoriker, ehemals stv. DEZA-Koordinator
in Bosnien-Herzegowina
Dienstag,
10. Februar 2004
Die "albanische Frage" im Kosovo und Makedonien
Dr.
des. Christophe v. Werdt, Leiter der Schweizerischen Osteuropabibliothek, Osteuropahistoriker
Dienstag,
24. Februar 2004
"Konservative Revolution" auf Serbisch: Aufstieg,
Niedergang und Erblast des Regime Milosevic
Dario Venutti, Historiker und Politologe,
freier Mitarbeiter der NZZ