Eine Ausstellung mit Hörstationen und Diskussionen unterwegs durch die Schweiz
Was geht in einem Kind vor, das von seinen Eltern getrennt wird und in einem ganz neuen Umfeld aufwächst? Wie bewältigt es das Fremdsein, das Fehlen der Eltern, die Ausgrenzung? Wie wird ein Kind durch derartige Erfahrungen geprägt? Und wie integriert es diese in sein späteres Leben?
Im Zentrum der Ausstellung VERDINGKINDER REDEN stehen Hördokumente von Betroffenen, ausgewählt aus Interviews, die im Rahmen zweier verschiedener Forschungsprojekte über die Fremdplatzierung von Kindern und das Verdingkinderwesen in der Romandie und in der Deutschschweiz geführt wurden. Ehemalige Verdingkinder und Heimkinder berichten über ihr Leben, ihre Erinnerungen und den Umgang mit ihren Erfahrungen. Diese persönlichen Zeugnisse, die sich auf die Zeit zwischen 1920 bis 1960 beziehen, werden mit zahlreichen Daten und Fakten angereichert. Es ist insgesamt davon auszugehen, dass es allein im 19. und 20. Jahrhundert hunderttausende Verdingkinder in der Schweiz gab.
Die Wanderausstellung schafft auf ihren Stationen Bezüge zu den unterschiedlichen regionalen Ausprägungen des Phänomens der Fremdplatzierung. Sie bildet ein Forum für Betroffene, beleuchtet die aktuelle Situation in der Schweiz und stellt Fragen zur Zukunft.
Rahmenprogramm zur Ausstellung
