«Abessinien zwischen Himmel und Erde,
der Weg von Arthur Rimbaud» von Benoît Lange
Was
hat den Dichter Arthur Rimbaud an Abessinien fasziniert? Mit seiner Ausstellung versucht
Benoît Lange dieser Frage nachzugehen. 1879 beschliesst Rimbaud – der Pariser Salons
überdrüssig – Frankreich zu verlassen und auf Dichtung, überhaupt auf das Schreiben
zu verzichten. Noch heute erscheinen die zehn letzten Jahre, die Rimbaud in Afrika
und vor allem in Abessinien verbracht hat, voller Rätsel. Wenige Autoren haben sich
dafür interesssiert, und kaum ein Dokument ist erhalten geblieben. Auf den Spuren
von Rimbaud führt uns Benoît Lange auf eine Zeitreise von etwas über hundert
Jahren. Seine Photographien lassen uns einen Teil des geheimnisvollen Abessinien erahnen
und verstehen. Ob Rimbaud sich anschickte, Niederlassungen der Unternehmung Mazeran-Vianney-Bardey
in Harar aufzubauen, ob er Expeditionen in den unwirtlichen Ogaden unternahm, stets
sah er sich mit einem unruhigen Landstrich konfrontiert.
Rimbaud
ging zwar im pulsierenden Leben von Harar auf, aber er blieb letztlich ein rastlos
Suchender, den es immer weitertrieb. Die Bilder versetzen uns in eine Welt von gestern
und heute. Die Stadt Harar hat auch heute nichts von ihrer Bedeutung eingebüsst. Benoît
Lange zeigt mit seinen beeindruckenden Bildern gepflästerte Gassen, prächtige Tore,
und so betreten wir die befestigte Stadt mit ihren Moscheen, aber auch mit ihrem Alltag,
wo Mädchen Injera, kleine Hirsemehlfladen feilbieten.
«Abyssinie
entre ciel et terre, la route d’Arthur Rimbaud», liegt als Buch vor. Benoît Lange
unterstützt mit seinen Arbeiten ein Lepra-Projekt in Calcutta, «Calcutta-Espoir».
Benoît
Lange, Rue du Rhône 24, CH-1860 Aigle
Tel. 024 466 79 06, Fax 024 466
79 07, www.Benoit-Lange.ch
Die
Ausstellung wird im Rahmen der nationalen
Lepra-Kampagne ‘01, «Lepra, gibt es das noch?» und dem Welt-Lepratag
realisiert.
Vernissage
18.
Januar 2001, 18 Uhr