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Abessinien zwischen Himmel und Erde, der Weg von Arthur Rimbaud

Foto-Ausstellung von Benoît Lange mit Rahmenprogramm. 

18. Januar bis 17. Februar 2001 


«Abessinien zwischen Himmel und Erde, der Weg von Arthur Rimbaud» von Benoît Lange

Was hat den Dichter Arthur Rimbaud an Abessinien fasziniert? Mit seiner Ausstellung versucht Benoît Lange dieser Frage nachzugehen. 1879 beschliesst Rimbaud – der Pariser Salons überdrüssig – Frankreich zu verlassen und auf Dichtung, überhaupt auf das Schreiben zu verzichten. Noch heute erscheinen die zehn letzten Jahre, die Rimbaud in Afrika und vor allem in Abessinien verbracht hat, voller Rätsel. Wenige Autoren haben sich dafür interesssiert, und kaum ein Dokument ist erhalten geblieben. Auf den Spuren von Rimbaud führt uns Benoît Lange auf eine Zeitreise von etwas über hundert Jahren. Seine Photographien lassen uns einen Teil des geheimnisvollen Abessinien erahnen und verstehen. Ob Rimbaud sich anschickte, Niederlassungen der Unternehmung Mazeran-Vianney-Bardey in Harar aufzubauen, ob er Expeditionen in den unwirtlichen Ogaden unternahm, stets sah er sich mit einem unruhigen Landstrich konfrontiert.
Rimbaud ging zwar im pulsierenden Leben von Harar auf, aber er blieb letztlich ein rastlos Suchender, den es immer weitertrieb. Die Bilder versetzen uns in eine Welt von gestern und heute. Die Stadt Harar hat auch heute nichts von ihrer Bedeutung eingebüsst. Benoît Lange zeigt mit seinen beeindruckenden Bildern gepflästerte Gassen, prächtige Tore, und so betreten wir die befestigte Stadt mit ihren Moscheen, aber auch mit ihrem Alltag, wo Mädchen Injera, kleine Hirsemehlfladen feilbieten.

«Abyssinie entre ciel et terre, la route d’Arthur Rimbaud», liegt als Buch vor. Benoît Lange unterstützt mit seinen Arbeiten ein Lepra-Projekt in Calcutta, «Calcutta-Espoir».
Benoît Lange, Rue du Rhône 24, CH-1860 Aigle
Tel. 024 466 79 06, Fax 024 466 79 07, www.Benoit-Lange.ch

Die Ausstellung wird im Rahmen der nationalen Lepra-Kampagne ‘01, «Lepra, gibt es das noch?» und dem Welt-Lepratag realisiert.


Vernissage
18. Januar 2001, 18 Uhr