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Die Samtene Revolution

Eine Ausstellung der Botschaften Tschechiens und der Slowakei. 

6. November bis 16. Dezember 2000 


Die gemeinsame Ausstellung Tschechiens und der Slowakei lässt die wechselhafte und oftmals leidvolle Geschichte der beiden Länder Revue passieren. Sie beginnt in der Gegenwart und geht bis zur Gründung der Tschechoslowakei im Jahre 1918 zurück, an deren Stelle die führenden Köpfe der Gründungsbewegung - der Tscheche Tomás Garrigue Masaryk und der Slowake Milan Rastislav Stefánik - vorgestellt werden. Die tragische Zeit des Zweiten Welkriegs, der kommunistische Putsch von 1948 und die brutale Niederschlagung des Prager Frühlings im Jahre 1968 mit dem Slowaken Alexander Dubcek an der Spitze der Erneuerungsbestrebungen, sind ebenfalls Teil der Rückblende.

Bilder, Filme und eine bewegende Kulisse versetzen die Besucherinnen und Besucher in die aufregenden Novembertage des Jahres 1989 zurück. Der Kalte Krieg ging zur Neige, als in Prag, Bratislava und weiteren Teilen des Landes Tausende Menschen durch die Strassen zogen und ihrer Wut und Empörung über die kommunistische Staatsmacht Ausdruck verleihten. Mutig formierten sie sich vor einem Wall gewaltbereiter Polizisten und läuteten mit klirrenden Schlüsselbunden das Ende der kommunistischen Diktatur ein. Der Aufschrei der Bevölkerung war von Erfolg gekrönt: Unter der Führung von Václav Havel konnte die Tschechoslowakei friedlich in die lang ersehnte Freiheit schreiten.

1993 setzten Tschechien und die Slowakei den sanften Weg in die Freiheit fort: Die beiden Völker trennten sich friedlich voneinander und gründeten zwei unabhängige Staaten. Dass der Schritt ohne Blutvergiessen vollzogen wurde, brachte den beiden Ländern – im Lichte des schwelenden Balkankonfliktes – international grosse Anerkennung ein. Seither schreiten die Tschechische und die Slowakische Republik in gutem Einvernehmen nebeneinander in Richtung vereintes Europa.


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